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Der Look der Trauer – Grafikdesign in der Trauerkultur

Ich schreibe diesen Post heute im Rahmen der Aktion von Silke von dem Blog In lauter Trauer , die anlässlich des 6. Todestages ihres Partners dazu aufruft mit seinem Beitrag zum Thema Tod & Trauer, die Trauer in unsere Gesellschaft zu re-integrieren.

Soulful Graphic Design – Mit Sinn gestalten.


Wer mich kennt, der weiß, dass ich, Nicola, Grafikdesignerin bin.
Ich gestalte hauptsächlich für KMU Logos, Geschäftsausstattungen, Flyer und alles was in den Bereich Print hineinfällt. Das mache ich seit 2014 als Selbstständige.


2017 habe ich meinen NLP-Practitioner begonnen und in einem Themenblock (es ging um die Disney-Strategie und wie man Ziele formuliert, abcheckt und bestenfalls umsetzt) hat der Trainer am Beispiel von meiner Idee diese Methode veranschaulicht. Danach war nichts mehr wie es war.


Schon zuvor hatte ich den Drang gespürt „irgendetwas“ in dem Bereich Trauer Bereich tun zu wollen, fand aber nicht den richtigen Punkt.


Als ich dann mit meiner Idee in meiner Weiterbildung saß und die anderen Teilnehmer mir sagten, wie toll meine Idee sein, war mir klar, dass sich irgendwas bewegen würde.


Diese Bewegung setzte prompt in Gang, denn ich konnte meinen Practitioner nicht zu Ende machen, da meine Mama schwer krank wurde. Ich beschloss sie mit zu pflegen. Setze mit meinem Job aus und kümmerte mich um Arztbesuche und Entscheidungen. Auch meine eigene Trauerbahnte sich einen Weg, denn meine Mama würde nicht mehr lange leben. Und so kam es auch. Sie verstarb nur kurz nach der entgültigen Diagnose. Ich war bei ihr und sie konnte zuhause von uns gehen.


Ich beschäftigte mich schon davor intensiv mit Bestattungsinstituten und nahm zu einigen Kontakt auf. Mir war es wichtig, dass ich selber wählen kann, wie und bei wem meine Mama bestattet würde. Wir haben sehr viel selbst organisiert und gestaltet. Und das war gut so. wir haben sogar den Sarg vom Bestatter abgeholt, ihn zuhause aufgebockt und angemalt.


Auch direkt, bei der Trauerfeier wurde der Sarg als Ritual von den Gästen weiter angemalt und beschriftet, als letzte Grüße. Für die Trauerfeier, Karten udn Ideen bekam ich sehr viel Lob – so etwas hätten die Leute noch nie erlebt.


ich kenne mich bestens mit modernen Bestattungsformen aus, habe Bücher gewälzt und Kontakte geknüpft. Ich war unglaublich dankbar, mir diese Zeit zu geben und auszuwählen. Nicht der Bestatter ums Eck wurde ausgewählt, sondern der, der für uns am passendsten war. Und das erwies sich als genau richtig, auch im Nachhinein.


Ich habe gesehen, wie wichtig es ist, dass die Branche der Trauerkultur Teil einer Veränderung sein muss. Trauer wird nicht mehr nur schwarz sein, sondern sie wird alles werden, was wir in ihr sehen und wie wir sie gestalten. Und das vor allem ganz persönlich.

Nach einiger Zeit fügte sich auch mein Puzzleteil zu einem größeren Ganzen zusammen und ich liebe was ich tue! Es macht Sinn und nicht nur für mich!

Was kann ich beitragen, mit dem was ich kann oder habe?

Und dann lag es schließlich auf der Hand! Ich liebe meinen Job als Grafikdesignerin und mir fiel auf, dass viele Firmen und Selbstständige doch den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen und  betriebsblind sind. Das kommt vor, und deswegen ist es wichtig sich Hilfe zu holen.

In meinem Fall ist es mein Know-How in konzeptioneller und gestalterischer Sicht – denn die Branche muss sich verjüngen und persönlicher werden. Nur so können Ängste genommen und der Raum erweitert werden.

Das alles hängt auch damit zusammen, dass Sterben, Tod und Trauer wieder raus aus der dunklen Ecke müssen. Dieser Prozess wird auch Sichtbarkeit von Bestattungsinstituten, Trauerbegleitern, Trauerrednern und Hospizen bedeuten. 

Sichtbar werden

Sichtbarkeit zeigt sich in ihrem Außenauftritt & innerhalb der Kommunikation und das kann z.B. modern, bodenständig, freundlich und warmherzig sein ohne dabei Klischees zu bedienen.


Menschen wollen abgeholt werden. Sich wahrgenommen fühlen. Es sterben nicht nur ältere Menschen. Es trauern nicht nur ältere Menschen.
Wie wäre es also, wenn auch hier die Veränderung stattfinden würde? Ich möchte Teil davon sein und MIT SINN GESTALTEN.
Schaue gerne in meine letzten Blogbeiträge. Dort findest Du einige Arbeiten für Selbstständige in der Trauerkultur.

Du bist Bestatter, Trauerredner- oder Begleiter? Lasse gerne Deine Gedanken dazu da oder schreibe mir eine Mail. Ich freue mich von Dir zu hören!

Bei instagram findest du immer aktuelle Inhalte zu diesen Themen. Schaut gerne vorbei: soulful_graphic_design




Logo Design für Bestattungshaus

  traditionsreiche Betriebe wie Bestattungshäuser, die oft von Generation zu Generation erhalten bleiben, erleben ein neues Image, wenn sie wie hier ihr Erscheinungsbild ändern. Das Thema war dabei, klassisch und bodenständig zu bleiben und dennoch zeitgenössisch und modern zu werden. Das ist hier gelungen wie ich finde!   Schriften und Wirkung Als Schrift wurde eine… Weiterlesen

Was Grafikdesign mit NLP zu tun hat – warum ich den Practitioner mache

  In meinem beruflichen Leben beschäftige ich mich, wie ihr wisst mit Corporate Design & Printkommunikation. Ich entwickle Logos, Geschäftsausstattungen, Erscheinungsbilder und Webseites füt Selbstständige und KMU. Heute möchte ich euch erzählen, mit was ich mich derzeit neben meinem Business beschäftige und warum. Und da dieser Beitrag heute etwas aus der Reihe fällt, präsentiere ich diesen in der… Weiterlesen

Blog_Pic_Soulful

Hier im Blog dreht sich alles
um Gestaltung, meine Projekte
und meine Herangehensweise
dazu. Ich freue mich, wenn
Du so einen Einblick in meine
Arbeitsweise bekommst.

Über Kommentare
und Austausch freue ich mich!