Mein erster Geburtstag –
SOULFUL GRAPHIC DESIGN wird 1!

 

05_Ein Jahr selbstständig

Heute teile ich mit Euch meine wichtigsten Erkenntnisse zu meinem 1. Geburtstag als Selbstständige MomPreneur, denn genau vor 1 Jahr und 1 Monat habe ich den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt.

Aller Anfang …

war gar nicht mal so schwer, denn ich startete einfach! Ich meldete mich aus meiner Elternzeit heraus arbeitslos (in meinen Job konnte ich nicht mehr zurück, siehe meine Interviews) mit der Absicht kurz darauf den Existenzgründungszuschuß zu beantragen mit allem Pipapo.

Ich suchte mir eine Steuerberaterin und stellte den Antrag in die Künstlersozialkasse aufgenommen zu werden.
Diese Aufnahme bereitete mir sehr viel Kopfzerbrechen, denn es lag ein Nebel um diese Art der „Versicherung“. Fragte ich andere „Künstler“, so kam doch immer die Antwort; ich könne es ja versuchen, „aber es sei schwer dort hinein zu kommen!“
Die Aufnahme der KSK und die Bewilligung des Zuschusses kamen fast zeitgleich. Ich war einfach überglücklich, denn fest stand, ich erfüllte alle Voraussetzungen, um in die KSK aufgenommen zu werden.

Auf die Plätze, fertig …

und so rannte ich los. Arbeitete ich anfänglich noch ab und zu bei einer Kollegin im Büro, startete ich von dort auch meine erste Website. Eine Portfolio-Seite, wo einige meiner Arbeiten zu sehen waren.
Ich hatte noch keine Kunden und startete bei 0. Ich schrieb Verlage an, aber auch Kleine Unternehmen.
Tatsächlich taten sich erste Kunden auf und ich legte los. Trotz Freude legten sich aber auch erste Stolpersteine in den Weg, denn gleich der erste Job war etwas, was ich heute nicht mehr machen würde. Eine Art Infografik für ein neues Produkt. Dies passte weder zu mir, noch passte es zu dem, worin ich wirklich gut bin (ich hatte noch kein Profil!).

Ein weiteres Projekt etwas später kam durch meinen damaligen Blog. Ich sollte Social Media Managerin eines recht bekannten Textil-Herstellers werden. Schön und gut, doch erstens wurde mir das Projekt total anders verkauft, weder passte es in mein Portfolio! Ich bleibe also in Zukunft bei meinen Leisten.

Aus Spass und für nicht mehr als ein Taschengeld besuchte ich mehrere Handmade-Markte und verkaufte dort meine Papierprodukte.

Vom Gemischtwarenladen zur Positionierung

Um mich nicht zu verzetteln las ich vermehrt über Positionierung und Profilschärfung.
Ich ging den Schritt in die „Beschneidung meines Angebots“ Anfang diesen Jahres und im März wurde dann meine Seite SOULFUL GRAPHIC DESIGN geboren.

Ein wenig weh tat das schon, doch ich merkte schnell, dass ich ja trotzdem Aufträge annehmen kann, die mir gefallen, aber die ich nicht offensiv in meinem Profil anbiete!

Meine Zielgruppe sind also vor allem Frauen, die gründen, kleine Unternehmen und Verlage, weiterhin.

Stand der Dinge

Durch meine Positionierung konnte ich Land gewinnen UND meine Website in ihrem Wording und ihrer Ausrichtung auf meine Zielgruppe hin, gestalten.
Außerdem habe ich gemerkt, dass man um zu wachsen immer auch investieren muss.
Und ein ganz wichtiges Learning: dass ich gerecht entlohnt werden möchte, denn den anderen Gründern/Unternehmern gestehe ich das Recht ebenso zu!
Das heisst, ich möchte fair entlohnt werden, genauso, wie ich andere entsprechend fair entlohnen will.
Das Netzwerken und Erfahrungen austauschen spielt eine zentrale Rolle in meinem Business.
Ich baue meine Marke auf und war in letzter Zeit mit Interviews auf folgenden Blogs vertreten:

Bei inspirisiert schreibe ich über meinen Start in mein Business.
Der Artikel wurde in diesem Magazin für Freiberufler nochmals geteilt.
Bei Ich lebe! Jetzt darf ich ebenso über meine Idee und über das selbstständige Arbeiten als Mutter schreiben.
Bei dem Netzwerk der MomPreneurs werde ich ausführlich mit meinem Business vorgestellt.
Ein paar meiner Karten erschien in der Ausgabe 04 im Sweet Living Magazin!

Mein Ausblick

>> ich werde in Sachen Technik investieren (neuer Bildschirm und Rechner)
>> mein Facebook-Profil und Blog weiter ausbauen.
>> Ab Winter werde ich mehr Zeit für mein Business haben. Somit werde ich auf 30 h/Woche erhöhen
>> Ab 2016 werde ich meinen Stundensatz von 55 auf 60 € anheben und durch mehr Arbeitszeit mein Umsatz steigern. Ich möcht emich in kleinen Schritten, dem vom AGD veranschlagten Stundenlohn anpassen.
>> In der Überlegung stehen bei mir derzeit das Angebot von verschiedenen Packages.

Meine Learnings 

Um am Ball zu bleiben, benötige ich regelmässige Mußezeiten und Zeiten für Ausgleich. Es ist nicht so einfach Familie und Job zu vereinbaren, aber es ist möglich.
Bürokratie und die liebe Steuer sind eine komplizierte Sache, aber ich habe Geduld mit mir und ich gehe die Schritte voran, die am nächsten liegen.
Ach ja; ausserdem bedeutet Selbstständigkeit, dass ich immer offen sein muss, Neues zu lernen und dies auf sehr vielen verschiedenen Gebieten.

So, happy Birthday to SOULFUL GRAPHIC DESIGN, los gehts in das 2. Jahr!

 

 

Nicola Kühn gestaltet und konzipiert Corporate Design & Printkommunikation für Selbstständige und KMU. In ihrem Blog schreibt sie über gestaltungsrelevante Themen.

4 Anworten an Mein erster Geburtstag –
SOULFUL GRAPHIC DESIGN wird 1!

  1. Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag! Ein sehr schöner und ermutigender Bericht. Zwar stehe ich noch ganz am Anfang meiner Selbstständigkeit, kann mich aber in sehr vielen Punkten wiederfinden (außer dass ich nicht in der KSK bin 😉 )

    Ganz viel Erfolg noch bei Ihrem weiteren Weg! 🙂

  2. Hallo Gudrun,

    oh weh! Im Herbst/Winter wird mein Ziel sein, mich mehr dem Blog und Facebook zu widmen. Dann sehe ich auch Kommentare schneller!
    Danke für Deinen Gruß!
    Nicola

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Hier im Blog dreht sich alles
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